Heilpraktikerin
Osteopathie
In der Philosophie der Osteopathie soll der Körper im Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele als Ganzes betrachtet werden. Dabei werden Selbstheilungskräfte gestärkt und der dynamische Strom der Flüssigkeiten aktiviert.
Die Osteopathie zählt in der angewandten Humanwissenschaft zur Erkennung, Prävention und Behandlung von Krankheiten, die mit manuellen, nicht-invasiven Techniken arbeitet. Die Osteopathie basiert auf drei Bereichen: der parietalen, viszeralen und craniosacralen Osteopathie.
Historie der Osteopathie
Der Begründer der Osteopathie ist Andrew Taylor Still, der diese ganzheitliche Behandlungsmethode um 1900 in den USA entwickelte. Seine Schüler – darunter William Garner Sutherland, der Begründer der Craniosacralen Osteopathie – führten seine Arbeit weiter.
Still legte großen Wert auf die Selbstheilungskräfte des Körpers und die freie Beweglichkeit aller Körperflüssigkeiten. Dieses Prinzip ist bis heute ein zentraler Bestandteil der osteopathischen Behandlung.
Laut Jane Stark lassen sich folgende wichtige Gesetzmäßigkeiten aus Stills Schriften zusammenfassen: Die Faszien sind als Einheit verbunden. Es gibt eine Kraft, die für das Fließen und den dynamischen Strom der Flüssigkeiten verantwortlich ist und einen Mechanismus und ein Feedbacksystem, das den Fluss in den Faszien überwacht und verändert. Still bezeichnete das Gehirn als Hauptquelle der Lebenskraft, die sich durch das und über das Nervensystem verteilt: Die lebendigen Flüssigkeiten fließen durch oder mit einer venösen oder arteriellen Flüssigkeit oder einem magnetischen oder elektrischen Strom der zwischen Gehirn, Herz, Lunge und den Eingeweiden fließe. (Still, zitiert nach Stark (2007).
— Ein kleiner Auszug aus meiner Masterarbeit (2025)
Die Osteopathie basiert auf drei großen Säulen
Die Osteopathie gliedert sich in drei Bereiche, die je nach Befund einzeln oder kombiniert angewendet werden:
- Parietale Osteopathie:
Hier werden vor allem der Sitz der Knochen, die Gelenke mit Bändern und Sehnen, die Faszien und die Funktion der Muskeln beurteilt und behandelt. Vergleichbar ist hier die manuelle Therapie in der Physiotherapie, die einige Techniken und Grundlagen im gleichen Kontext verwendet. - Viszerale Osteopathie:
Hier werden die Organe beurteilt, bei Spannungen mit verschiedenen Techniken behandelt um deren Funktion, die Durchblutung oder den Lymphabfluss zu fördern. In der Osteopathie ist die Behandlung der Organe ein Alleinstellungsmerkmal, dass in anderen Behandlungsformen wie Physiotherapie und Chiropraktik keine bis seltene Verwendung findet. - Craniosacrale Osteopathie:
Hier wird die Verbindung vom Kopf bis zum Kreuzbein/Steißbein beurteilt, Spannungen beseitigt und damit das gesamte zentrale Nervensystem aktiviert/reduziert und damit in seine Balance gebracht.
In der Behandlung wird über eine ausführliche Anamnese der momentane Status abgefragt. Der gesamte Körper anschließend untersucht. Dann werden Spannungsverhältnissen im Körper über spezielle Testverfahren gesucht, Fehlhaltungen und Missverhältnisse durch verschiedene Techniken der drei Säulen behoben und so das Gleichgewicht und die Flüssigkeiten im Körper wieder ins Fließen gebracht.
Abschließend wird ein Gespräch geführt, bei dem ich mit dem Patienten die Gründe der Fehlhaltungen anschaue und Veränderungen für die Bürosituation, Alltagssituation oder sonstiger Gründe bespreche. Auch Übungen werden angesprochen, mit denen Sie als Patient ihren Teil zur Erhaltung des positiven Körpergefühls beitragen können.
Welche Beschwerden können mit Osteopathie behandelt werden?
Heilpraktiker dürfen vom Heilpraktikergesetz her kein Heilversprechen aussprechen. Daher sind die Beschwerden lediglich eine Auflistung der bei anderen Patientinnen und Patienten behandelten Schmerzen oder Beschwerden ohne Angabe von Erfolgen.
- HWS-BWS-LWS- Syndrom, Gelenkbeschwerden, Sportverletzungen, Hexenschuss, Rückenbeschwerden, Karpaltunnelsyndrom ...
- Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Schwindel, Nackenschmerzen, Kiefergelenk, chronisch-mandibuläre-Dysfunktion (CMD), Neuralgien (Trigeminusneuralgien) ...
- Asthma, Atem Probleme, nach Lungenentzündungen ...
- Verdauungsbeschwerden, unerklärliche Bauchschmerzen
- Faszien Verklebungen, Muskelverspannungen, Zerrungen ...
- Psychosomatische und seelische Verspannungen ...
Wer darf Osteopathie ausüben?
Osteopathie zählt nach einem Urteil des OLG Düsseldorf zur Heilkunde und darf daher nur von Ärztinnen/Ärzten oder Heilpraktikerinnen/Heilpraktikern ausgeübt werden. Beide Berufsgruppen müssen in der Lage sein, Red Flags zu erkennen und medizinisch korrekt einzuordnen.
Die großen Berufsverbände haben ein Curriculum für die fünfjährige berufsbegleitende Ausbildung festgelegt. Bachelor und Masterabschlüsse erfüllen diese Anforderungen ebenfalls. Viele Krankenkassen bezuschussen osteopathische Behandlungen nur, wenn die Therapeutin oder der Therapeut eine entsprechende Ausbildung nachweisen kann.
Kosten für eine Behandlung - bezuschusst meine Krankenkasse die Behandlungen durch Osteopathie?
Osteopathische Behandlungen werden direkt mit dem Patienten selbst abgerechnet. Rechnungen werden in der Regel bei Privatversicherten nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH), bei gesetzlich Versicherten oft nur mit einem Pauschalbetrag ausgestellt.
Bei Osteokompass www.osteokompass.de/patienteninfo-krankenkassen sind alle Krankenkassen aufgelistet. Hier können Sie gerne nachschauen, welche Regelung ihr Krankenkasse aktuell anbietet. Bitte klären sie auch im Vorfeld, ob ein Privatrezept notwendig ist, da einige Krankenkassen erst ab dem Ausstellungsdatum dieses akzeptieren.
Erstkontakt bitte telefonisch oder über E-Mail.
Ich freue mich auf ihre Anfrage!